Das RAID Sicherheitskonzept

Um die enorm wachsenden Anforderungen an Speicherbedarf und Datensicherheit in Netzwerken sicherzustellen, gewinnen preiswerte und unkompliziert erweiterbare, fehlertolerante Festplatten-Lösungen immer mehr an Bedeutung. Die benötigten Kapazitäten und Leistungsmerkmale erfordern eine Technologie, welche der Leistungsfähigkeit moderner Serverumgebungen entspricht.

Warum RAID?

Heutige Netzwerke werden speziell je nach Firmengröße und den Anforderungen der Abteilungen in Gruppen oder in unternehmensweiten Netzwerken zusammengefasst. RAID-Systeme sichern hier eine optimale Verfügbarkeit der Daten sowie permanente Zugriffsmöglichkeiten eines jeden Anwenders. Selbst den höchsten Anforderungen durch Anwendungen wie Video on Demand, Online-Datenbanken, Audio-Video-Verarbeitung und Multimedia werden RAID-Subsysteme gerecht. Mit Kapazitäten in den Tera-Byte Bereich, mit Datenübertragungsraten von bis zu 200 MB/sek. (Fibre Channel RAIDSysteme), sind RAID-Lösungen das Konzept für die Bewältigung der uns bevorstehenden Datenflut. Ein RAID-Array verbindet mehrere Festplatten zu einer logischen Einheit, wobei entweder Fehlertoleranz, Geschwindigkeit oder Kapazität primär optimiert werden soll. Je nach dem Ziel der Optimierung wird die Entscheidung für den bestmöglichen RAID-Level fallen. Fünf verschiedene Typen von RAID-Levels wurden definiert (0, 1, 3, 4, 5). Es haben sich bis heute die RAID-Level 0, 1, 5 in der Praxis durchgesetzt. Einige Computerhersteller haben zur Differenzierung eigene RAID-Levels, beispielsweise 7 definiert. Diese Lösungen basieren aber auf dem RAID-Level 5.

Organisation der Laufwerke

Mit RAID (Redundant Array of Independent Disks, früher hieß es Inexpensive Disks, aber die Hersteller haben befunden, dass günstig nicht dem Verkauf zuträglich sei) werden mehrere unabhängige Festplatten zusammengeschaltet, um ein großes logisches Laufwerk zu bilden. Nicht nur Daten werden auf diesem Array gespeichert, es werden auch „Redundanz-Informationen“ hinzugefügt. Diese Redundanz-Informationen können die Daten selbst sein (Spiegeln) oder Parity Daten, die aus mehreren Datenblöcken berechnet werden (RAID 3, 4, oder 5). Das Betriebssystem (z. B. Windows, NetWare oder Unix) greift nun nicht mehr auf die einzelnen Festplatten zu, sondern auf das Array. Die Verfügbarkeit zu erhöhen ist das eigentliche Ziel von RAID. RAID verhindert Ausfallzeiten im Falle eines Festplattenausfalls. Allerdings kann es keine Daten restaurieren, die von den Benutzern gelöscht, oder durch ein Ereignis wie Diebstahl oder Feuer zerstört wurden. Deshalb benötigt man immer ein Backup um das System vor diesen Ereignissen zu schützen, auch dann, wenn ein RAID System installiert ist.


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